Welche Energie ist die beste?
Die Wahl des Energieträgers hängt von baulichen und versorgungstechnischen Gegebenheiten ab. Und von Ihren Ansprüchen und Wünschen. Aber nicht alle Energiereserven sind unerschöpflich! Entscheidend ist nämlich nicht nur, wo die Energie herkommt, sondern auch, wie sie eingesetzt wird.Brennwerttechnik
Brennwertgeräte nutzen zusätzlich zur messbaren Wärmeenergie des Abgases die im Wasserdampf enthaltene (latente) Wärmenergie, die ansonsten durch den Schornstein verloren geht. Der Abgasverlust wird dadurch geringer, und somit verbraucht das Brennwertgerät weniger Energie. In Brennwertgeräten wird dieser im Abgas enthaltene Wasserdampf meistens über Edelstahl-Wärmetauscher verflüssigt. Damit der Wasserdampf kondensieren kann, muss er auf eine Temperatur abgekühlt werden, die unterhalb des sogenannten Taupunktes liegt. Dies wird erreicht in dem über die großen Edelstahl-Wärmetauscher und niedrige Rücklauftemperaturen des Heizungssystems das Abgas gekühlt wird. Zur effektivsten Nutzung dieser Brennwerttechnik sollte das Heizungssystem deshalb für niedrige Wassertemperaturen (Vorlauf-/Rücklauftemperatur) ausgelegt sein. Da der Wasserdampf des Abgases kondensiert, müssen auch die Abgaswege entsprechend hierfür geeignet sein. In der Praxis wird hierfür in den meistens vorhandenen Schornsteinzug des alten Heizgerätes eine entsprechende Kunststoff-Abgasleitung vom Fachhandwerker eingezogen. Die erzielbaren Nutzungsgrade bei Heizgeräten wurden in Deutschland bisher nur auf den sogenannten Heizwert (Hi) des Energieträgers (z. B. Gas) bezogen angegeben, daher ergaben sich bei Brennwertgeräten hier rechnerische Nutzungsgrade von über 100%. Heute werden diese Nutzungsgradwerte auch in Deutschland auf den sogenannten Brennwert (Hs) bezogen und liegen damit bei Werten bis zu 99% (Hs).
Brennwerttechnik mit Gas
Erdgas ist umweltverträgliche Energie aus der Natur und für die Heizung der Energieträger Nr. 1: Kein fossiler Brennstoff verbrennt sauberer, keiner ist sparsamer im Verbrauch. Hinzu kommt, dass moderne Gas-Brennwertgeräte nicht nur die eingesetzte Energie besonders effizient nutzen, sondern auch die im Wasserdampf enthaltene Wärme der Abgase Problemlos können Sie Bio-Erdgas verwenden, das von immer mehr Energieversorgern als Leitungsenergie angeboten wird.
Brennwerttechnik mit Öl
Für eine Ölheizung brauchen Sie natürlich einen Öltank. Aber Sie bestimmen, wann und wo Sie wie viel Heizöl einkaufen. Öl-Brennwertkessel wie von Vaillant mit optimaler Energieausnutzung holen mehr Wärme aus jedem Tropfen Heizöl. Dank schadstoffarmer Verbrennung arbeiten sie auch umweltschonend.
Solarenergie für Warmwasser und Heizung
Sonnenenergie wird das ganze Jahr frei Haus geliefert und verursacht keinerlei Schadstoffausstoß. Sie eignet sich perfekt zur Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung. Und genauso perfekt ist ihre Energiebilanz. So können Sie zum Beispiel bis zu 60% Ihrer Energiekosten allein für die Warmwasserbereitung einsparen. Hinzu kommen die finanziellen Quellen, die Sie mit einer Solaranlage erschließen: Fördermittel von Bund, Ländern, Kommunen und Energieversorgern.
Energie aus Erde, Wasser, Luft
Sonnenenergie ist auch im Boden, im Grundwasser und in der Luft gespeichert. Mit einer Wärmepumpe holen Sie sich diese Energie ins Haus. Bis zu 75% des gesamten Heizenergiebedarfs können Sie damit kostenfrei decken. Dank relativ geringem Umbau-Aufwand und niedrigem Anschaffungspreis ist eine Luft/Wasser-Wärmepumpe für eine Modernisierung besonders empfehlenswert.
Energie aus Biomasse
Auch Biomasse ist gespeicherte Sonnenenergie: Bei der Wärmegewinnung aus nachwachsenden Brennstoffen wie zum Beispiel Holzpellets ist die CO2-Bilanz komplett ausgeglichen. Es wird nur dieselbe Menge CO2 erzeugt, die vorher durch Fotosynthese gebunden wurde. Darum arbeiten Pellet-Heizsysteme beispielhaft klimaschonend. Und wie alle Systeme mit erneuerbarer Energie sind sie besonders förderfähig und zukunftssicher.




